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Rebsorte

Glera.

GleraWein: Charakter, Geschmack & passende Weine

Glera ist die Rebsorte hinter Prosecco und steht für helle, klare Frucht statt Wucht.

Auf einen Blick
Herkunft
Venetien, Italien
Farbe
Weiß
Alkohol
11,0 %
Säure-Niveau
frisch, lebendig
Kapitel I

Geschmack & Charakter

Im Glas zeigt Glera meist viel Frische und eine klare, eher zitrische bis weißfruchtige Aromatik, oft mit grünem Apfel, Birne, etwas Limette und einem feinen floralen Ton. Die Säure ist lebendig, aber selten scharf; sie trägt den Wein zügig über die Zunge und gibt gerade bei Spumante und Frizzante viel Zug. Tannin spielt praktisch keine Rolle, der Körper bleibt leicht bis schlank, manchmal mit einem kleinen cremigen Polster durch die Perlage. Mit rund 11 bis 11,5 Volumenprozent wirkt der Alkohol zurückhaltend und drängt sich nicht vor. Der Nachhall ist meist mittellang, eher auf frische Frucht, Zitrusschale und einen leicht herben, trockenen Ausklang gebaut als auf Tiefe oder Würze.

Kapitel II

Anbau & Region

Glera steht klar im Veneto, vor allem in den Hügelzonen von Conegliano Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG und Asolo Prosecco Superiore DOCG; dazu kommt die weite Prosecco DOC in der Ebene bis Richtung Friaul. In Conegliano und Valdobbiadene wachsen viele Reben auf steilen, oft kalk- und mergelhaltigen Hängen mit Sandstein und Moränenmaterial: Das gibt meist feinere Perlage, mehr Zug, Apfel-, Birnen- und Zitrusnoten und oft diesen leicht salzigen Schluss statt bloßer Frucht. Asolo ist oft etwas wärmer und trockener, mit kalkigen Lehmböden in den Montello- und Colli-Asolani-Lagen; daraus werden Prosecchi, die häufig straffer, kräutriger und im Extra-Brut-Stil besonders geradlinig wirken. In der Prosecco DOC der flacheren, fruchtbareren Ebenen bringen tiefere Schwemmland- und Lehmböden meist weichere, zugänglichere Weine mit mehr Melone, weißem Pfirsich und weniger Kanten. Das gemäßigte Klima mit viel Licht, aber kühlen Nächten aus den Voralpen, hält die Säure frisch – deshalb kann Glera trotz zarter Aromatik lebendig und präzise bleiben.

Kapitel III

Passt zu

Glera, vor allem als Prosecco ausgebaut, lebt von frischer Säure, feiner Frucht und oft auch etwas Schaum oder einem Hauch Restsüße – deshalb passt er sehr gut zu frittierten Zucchiniblüten, weil die Perlage das Fett aufräumt und die Säure den Teig leichter wirken lässt. Zu gegrillter Forelle mit Zitrone und Kräutern funktioniert er ebenso gut: Der Wein nimmt die feinen, klaren Aromen des Fischs nicht auseinander, sondern stützt sie mit Frische und Zitrusnoten. Bei Prosciutto e Melone ist ein Dry-Stil besonders stimmig, weil die leichte Süße die Melone aufgreift und die salzige Schinkennote abfedert. Auch Risotto mit grünem Spargel und Zitronenabrieb ist eine gute Idee, denn die Säure setzt einen Gegenpunkt zur Cremigkeit, ohne den zarten Gemüsegeschmack zu überfahren. Wenn es etwas würziger sein soll, klappt auch Sushi mit Garnele oder Avocado, weil die Frische den Reis belebt und die sanfte Frucht gut mit Soja, Ingwer und milder Schärfe kann.

Kapitel IV

Empfohlene Glera-Weine

7 Weine
I 
Prosecco Frizzante DOC Balbinot

Prosecco Frizzante DOC Balbinot

Le Manzane
VENETIEN, GARDASEE · GLERA6,95
II 
Prosecco Spumante Rosalia Tenuta Giusti

Prosecco Spumante Rosalia Tenuta Giusti

Tenuta Giusti
VENETIEN, GARDASEE · GLERA9,95
III 
Le Manzane Prosecco Spumante Brut DOCG

Le Manzane Prosecco Spumante Brut DOCG

Le Manzane
VENETIEN, GARDASEE · GLERA9,95
Weitere 4 Glera-Weine
Nach Bestand
Kapitel V

Häufige Fragen zu Glera

01

Wie schmeckt Glera bzw. Prosecco aus Glera-Trauben?

Glera schmeckt meist hell, frisch und eher leicht. Typisch sind Aromen von grünem Apfel, Birne, Zitrus und manchmal etwas weißer Blüte. Je nach Ausbau wirkt er trocken und straff oder mit etwas mehr Frucht und weicherem Eindruck.
02

Bei welcher Temperatur sollte man Prosecco aus Glera servieren?

Am besten gut gekühlt bei 6 bis 8 Grad. Zu kalt verliert er etwas Duft, zu warm wirkt er schnell breiter und weniger präzise. Nach ein paar Minuten im Glas darf er ruhig etwas aufmachen.
03

Was passt zu Glera bzw. Prosecco?

Gut passt er zu Antipasti, Salaten, mildem Käse, Fisch und leichten Vorspeisen. Auch zu salzigen Snacks oder einfach als Aperitif funktioniert er gut, weil die Frische den Gaumen sauber hält. Zu sehr schweren oder stark scharfen Gerichten geht er eher unter.
04

Wie lange ist ein Prosecco aus Glera lagerfähig?

Die meisten Prosecchi aus Glera sind für den frühen Genuss gemacht und nicht fürs lange Lagern. In der Regel trinkt man sie am besten innerhalb von ein bis zwei Jahren nach Kauf, damit Frische und Perlage erhalten bleiben. Ein gut gelagertes Fläschchen kann noch angenehm sein, gewinnt aber meist nicht viel dazu.
05

Was ist der Unterschied zwischen Brut, Extra Brut und Dry bei Glera?

Der Unterschied liegt vor allem im Restzucker. Extra Brut schmeckt am trockensten und geradlinigsten, Brut etwas runder, Dry trotz des Namens eher fruchtiger und weicher im Eindruck. Wenn du es knackig magst, nimm eher Extra Brut oder Brut; für mehr Schmelz eher Dry.