
Weingut C. von Nell-Breuning
Weingut C. von Nell-Breuning— Weingut, Profil & Sortiment
von Nell-Breuning . Dominikaner Weingut. Seit 1670 und damit seit über 350 Jahren widmet sich die Familie der Kunst des Weinbaus an Mosel und Ruwer. In der 11. Generation setzt Dr. Carmen von Nell-Breuning diese Tradition fort und leitet das Dominikaner Weingut ihrer Familie an der Ruwer. In sorgfältigem Handwerk erzeugen sie Riesling und Spätburgunder-Weine sowie Sekte. Alle Weinberge sind Steillagen mit bis zu 75% Hangneigung und hier, auf kargen Schieferböden, arbeiten sie an der Weinrebe heute wie vor 350 Jahren unverändert nur mit der Hand.
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Weingut C. von Nell-Breuning Kaseler Nies'chen Riesling trocken 2020
Weingut C. von Nell-Breuning Ruwer Riesling feinherb 2021
Weingut C. von Nell-Breuning Kaseler Nies'chen Riesling Spätlese feinherb 2019
Weingut C. von Nell-Breuning Ludovico Riesling Winzersekt brut 2015 0.75l
Stil & Handschrift
Die Handschrift von C. von Nell-Breuning wirkt klar auf Riesling und die kühle Mosel-Saar-Ruwer-Achse fokussiert: kein Bauchladen, sondern verschiedene Lesarten einer Rebsorte. Im Sortiment steht Trockenes neben Feinherbem und Spätlese, dazu ein Winzersekt brut — das spricht für Stilbreite, aber innerhalb einer ziemlich präzisen, frischen Linie. Mit Lagen wie Kaseler Nies’chen rückt eher der Herkunftscharakter in den Vordergrund als bloß vordergründige Frucht; Saar und Ruwer deuten auf straffe Säure, Schliff und eine eher kühle Aromatik. Zu Ausbau, Holz oder bewusst reduktiver Arbeit geben die vorliegenden Daten nichts her, auffällig ist aber die vergleichsweise moderate Alkoholspanne von 11 bis 12 Volumenprozent, was zu einem eher schlanken, spannigen Stil passt. Ein guter Anker dafür ist der Kaseler Nies’chen Riesling trocken 2020, während die Spätlese feinherb 2019 zeigt, dass das Gut Süße nicht als Gegensatz, sondern als Teil derselben Riesling-Handschrift versteht.
Lage & Anbaugebiet
Das Weingut C. von Nell-Breuning sitzt klar in der Mosel, genauer im Saar-Ruwer-Raum; die genannten Weine verweisen vor allem auf die Saar mit der Lage Kaseler Nies’chen und auf die Ruwer als Herkunft für den Gutsriesling. Damit liegt das Zentrum im östlichen Teil des Anbaugebiets Mosel, rund um die kühleren Seitentäler von Saar und Ruwer, die für straffe, fein gezeichnete Rieslinge bekannt sind. Typisch für diese Ecken sind steile Hänge, viel Schiefer im Boden und ein eher kühles Klima, das die Reife verlangsamt und Säure, Duft und salzige Spannung im Wein hält. In Kasel an der Ruwer kommen dazu die luftigen Tallagen und die oft gute Sonneneinstrahlung an den Steilhängen, was Riesling trotz kühler Grundstimmung präzise ausreifen lässt. Das erklärt den Stil recht gut: eher schlank als breit, mit klarer Frucht, mineralischem Zug und genug Frische, dass sowohl trockene Weine als auch feinherbe und restsüße Spielarten stimmig wirken.
Passt zu
Bei C. von Nell-Breuning liegt das Pairing ziemlich klar auf dem Tisch: Riesling von Mosel und Saar, also Spannung, Säurezug und eher schlanke Textur statt Schwere. Am schönsten funktioniert das mit gebratener Forelle aus der Region, dazu Petersilienkartoffeln und eine zitronige Butter, weil der Wein die feine Fettigkeit aufnimmt und der Fisch genug Zurückhaltung hat, um die kühle Frucht und Mineralik nicht zu überdecken. Die feinherben Weine passen auch stark zu Saumagen oder mild gewürztem Schweinebraten mit Apfel, weil ein Hauch Restzucker Salz und Röstaromen abfedert, ohne das Gericht süß wirken zu lassen. Und der Riesling-Sekt brut ist wie gemacht für Reibekuchen mit Räucherlachs oder einfach für salzige Kleinigkeiten zum Auftakt: die Perlage räumt den Gaumen auf, die Säure hält alles frisch.
Mosel / Saar
Mosel und Saar liegen im Westen Deutschlands, vor allem in Rheinland-Pfalz und zu einem kleinen Teil im Saarland. Geprägt ist die Region von den Flusstälern der Mosel sowie ihrer Nebenflüsse Saar und Ruwer; der alte Name Mosel-Saar-Ruwer erinnert genau daran. Die Weinberge ziehen sich entlang der Ufer von Trier bis nach Koblenz, wo die Mosel in den Rhein mündet.
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