
Grand Enclos du Château de Cérons
Grand Enclos du Château de Cérons— Weingut, Profil & Sortiment
Giorgio Cavanna, geboren in Rom, Italien, studierte Französisch und begann eine Karriere in der Industrie zwischen Italien und Frankreich. Sobald er Zeit hat, kehrt er in die Toskana zurück, in das Anwesen Castello di Ama. Es ist ein großartiges Weingut, das 1972 von seinem Vater und seinen drei anderen Partnern gekauft wurde. Dank ihrer Arbeit hat sich das Weingut zu einem der bekanntesten in der Toskana entwickelt. Giorgio verbrachte einen Großteil seiner Jugend dort und rieb sich regelmäßig die Schultern mit einem der größten Namen der Önologie, Patrick Léon, der die Cavannas auf den Weg zu großartigen Weinen brachte. Seine lange Verbindung und Freundschaft mit Patrick Léon und seinem Sohn Bertrand veranlasste ihn, das Grand Enclos zu kaufen. Das Weingut verdient unsere Aufmerksamkeit: Dieses Terroir von Graves produziert sowohl Weiß-, Rot- als auch einen süßen Wein. Das Team von Enthusiasten.
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Stil & Handschrift
Grand Enclos du Château de Cérons wirkt wie ein Graves-Gut, das die Bandbreite des Terroirs ausspielt statt sich auf einen einzigen Ton festzulegen: trocken weiß, rot und auch süß. Aus den bekannten Weinen lässt sich ein klassisch bordelaiser Zuschnitt ablesen, also eher Assemblage als Sorten-Statement — beim Roten mit Cabernet Sauvignon und Merlot zu gleichen Teilen, beim weißen Graves mit Sémillon und Sauvignon. Das spricht stilistisch eher für Balance aus Frucht, Struktur und Herkunft als für vordergründige Primärfrucht oder laute Keller-Handschrift. Zum Ausbau zwischen Holz und Edelstahl oder zu Lesezeitpunkten geben die vorliegenden Daten nichts Belastbares her; sicher sagen lässt sich nur, dass die Weine nicht monolithisch gedacht sind, sondern je nach Farbe andere Seiten von Graves zeigen. Der Grand Enclos blanc 2010 mit 55 % Sémillon und 45 % Sauvignon passt dabei gut in das Bild eines weißen Graves, der Frische und Substanz zusammenbringen will.
Lage & Anbaugebiet
Grand Enclos du Château de Cérons liegt in Cérons im südlichen Bordeaux, in der Subregion Graves; die Weine sind als Graves verortet, und der Ort selbst ist zugleich für süße Cérons-Weine bekannt. Das Gut arbeitet also in einem kleinen Abschnitt des Bordelais, in dem trockener Weißwein, Rotwein und Süßwein nah beieinander entstehen können. Prägend ist das typische Graves-Terroir mit seinen kiesig-sandigen, gut drainierten Böden, die sich schnell erwärmen und den Reben eine eher direkte, trockene Signatur geben. Dazu kommt das vergleichsweise milde, vom Atlantik geprägte Klima des Bordelais, das für regelmäßige Reife sorgt, ohne die Frische ganz zu verlieren. Für die Weine heißt das meist: rote Graves mit Struktur und würziger, oft dunkelfruchtiger Art, weiße Graves mit Zug, Frische und einer eher klaren als opulenten Textur.
Passt zu
Für die Hauptlinie von Grand Enclos du Château de Cérons drängt sich ein Klassiker aus dem Südwesten auf: Entenbrust mit leicht rosa Kern, dazu Steinpilze oder ein schlichtes Gratin dauphinois. Der rote Graves aus Cabernet Sauvignon und Merlot hat genug Struktur für das Fleisch, aber auch genug saftige Frucht, um nicht neben der feinen Süße und dem Fett der Ente hart zu wirken. Die erdigen Noten der Pilze greifen die oft kühle, kiesige Seite eines Graves schön auf, während das Gratin die Tannine abrundet. Falls die weiße Cuvée aus Sémillon und Sauvignon auf dem Tisch steht, funktioniert auch gegrillter Flussfisch mit Beurre blanc oder Austern aus dem nahen Arcachon-Becken sehr gut: Frische, Salz und cremige Sauce geben dem Wein genau die Bühne, auf der seine Spannung und sein Schmelz Sinn ergeben.
Bordeaux, Graves
Graves liegt südlich der Stadt Bordeaux am linken Ufer der Garonne. Die Region zieht sich auf kiesigen Böden flussaufwärts und gehört zu den klassischen Herkunftsgebieten des Bordelais. Genau dieser Kies prägt auch den Namen: graves heißt schlicht Schotter oder Kies.
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